Stoneberg: Ja, hier stehts.

Katya: Spielen immer zu. Geh' schon mit. Aber Tempo zu schnell nicht. So. (Taktiert mit dem Bogen.)

Stoneberg (spielt prüfend die ersten Takte): So recht?

Katya: Ja. Eins, zwei –

(Katya und Stoneberg spielen den Satz durch. Nach dem Schluß läßt Katya Bogen und Geige sinken, unbeweglich vor sich hinstarrend.)

Stoneberg (steht auf, sehr erschüttert): Heute habe ich die Melodie zum ersten Mal gehört. Sind Sie zufrieden mit sich – und der Amati?

Katya (reicht ihm die Geige hin): Da.

Stoneberg: Was soll das? Sie geben sie mir wieder?

Katya (wie in einer Vision unbeweglich): Habe ich gehört reden zu mir seine Stimme aus kleine, braune Ding und sagen gewaltige Wort. Von Sünde, die trägt nicht Namen von Sünde, von Verbrechen, die trägt nicht Namen von Verbrechen, von Schande, die trägt nicht Namen von Schande. Und will ich thun Sünde, will ich thun Verbrechen, will ich thun Schande.

Stoneberg: Was geht in Ihnen vor? Um Gotteswillen, sehen Sie mich an, einmal –