Wie haben gnädige Frau geruht?

Danke, Graf, gut. Sie?

Vortrefflich, gnädige Frau. Erlauben Sie, daß ich jetzt meine Toilette in Ordnung bringe.

Wieder ein eingelerntes Compliment. Er geht. So eilig als es mit der Höflichkeit vereinbar ist.

Bei Tisch führen Fritz und ich die Conversation. Der Graf spricht nur, wenn er gefragt wird. Wir fragen nicht mehr. Seine Antworten sind zu einsilbig. Auch wird er immer bis an die Haarwurzeln rot. Ich habe eine unwiderstehliche Lust, ihn durch boshafte Bemerkungen in Verlegenheit zu bringen. Fritz verbot es mir. Er hat ein faible für den Grafen. Warum, kann ich mir nicht erklären. Vielleicht weil er ihn für gar so ungefährlich hält. Er ist es auch. Und doch ...

22.

L'affaire s'en va ... Fritz hat sich für fünf Tage verabschiedet. Er macht eine Tour nach Tirol. Gestern Abend teilte er es mir mit. Der Graf stand dabei.

Ich hoffe, Ossi, daß Sie der Baronin während meiner Abwesenheit Gesellschaft leisten.

Der Graf wurde rot – und schwieg. Das aigrierte mich.

Ich werde den Herrn Grafen in keiner Weise bemühen. – Ich klingelte. – Heinrich, Sie werden morgen dem Herrn Grafen hier, mir auf meinem Zimmer servieren.