Abb. 68. A. Noël: „Les Soutiens de Germanie.“

(Le Rire Rouge, Paris.)

Das Unterseeboot ist, wie schon gesagt und wie auch die [Abbildungen 60], [62], [66]-[70] weiter zeigen, ein häufiges Thema in den Karikaturen; oft kommt ein Gemisch von Bewunderung und Neid darin zum Ausdruck. Ein findiger Franzose schlägt im „Figaro“ vor, das Meer im Gebiete der Kriegszone mit Öl zu begießen. Dadurch würden die Gläser der Periskope fettig werden, dann könnte man sie nicht mehr benutzen, und die deutschen Unterseeboote wären lahmgelegt. Der Chefredakteur des „Figaro“, Alfred Capus (de l’Académie) gibt diese Anregung mit empfehlenden Worten weiter.

Ebenso geht es den Zeppelinen; denn wenn auch die Alliierten so tun, als rührten sie die Zeppelinfahrten nicht (der „Punch“ bringt sogar scherzhafte Plakate, wie eine Ankündigung des Bades Northend on Sea, das als besondere Attraktion „frequent visits of Zeppelins“ empfiehlt), so haben sie doch in Wirklichkeit einen Heidenrespekt vor den Beherrschern der Luft. Und ebenso muß eine Zeichnung von Paul Iribe im „Journal“ bewertet werden, wenn die Mutter zu ihrem ungezogenen Jungen in Paris sagt: „Sei artig, sonst darfst du nicht mitgehen, wenn wir uns heute die Zeppeline ansehen gehen!“

[Abb. 69.] P. Simmel: Panik an der Themse.

(„Um Gottes willen, — da kommt doch schon wieder was!“).

(Lustige Blätter, Berlin.)