„
zusammen
3 Yen
20
Sen
(etwa 6½ Mark).
So bleiben denn die Theaterbesucher den ganzen Tag über im Theater, und für den Fremden bilden die einzelnen Logen mit ihren Insassen ebensoviele Schaubühnen, durch die er das Leben und Treiben der Japaner viel besser kennen lernt als auf der wirklichen Bühne. Die Mehrzahl der Besucher sind gewöhnlich Frauen und Mädchen. Mit ihren Kindern, mit Kopfkissen, Päckchen, Papiertüten, Pfeifen, Tabaksbeuteln, Theekannen treffen sie im Theater ein und machen es sich in ihrer Loge bequem. Die Kinder werden vor ihnen auf den Boden gebettet, der Aschenbehälter mit den glimmenden Kohlen steht zwischen ihnen, sie stecken sich ihre winzigen Pfeifchen an und kauern auf den Boden nieder. In dieser für Europäer unbequemen und ermüdenden Stellung verharren sie stundenlang; es war mir in Japan immer ein Rätsel, wie die zarten Frauen und Mädchen ihre Kniebeuge so lange aushalten konnten. Zeitweilig strecken sie sich ganz auf die Matten nieder, legen den Arm unter den Kopf und schlafen. Oder sie geben den schreienden Kindern in recht ungenierter Weise die Brust, rauchen dabei ihr Pfeifchen, knabbern an Zuckersachen, schlürfen Thee und fächeln sich Kühlung zu. Jeder Japanerin ebenso wie jedem Japaner sind Fächer und Pfeifchen ganz unentbehrliche Dinge; einer oder der andere dieser Gegenstände ist stets in ihren Händen.
Im Hausgarten mit Holzschuhen.