Die chinesischen Schauspieler bilden eine eigene Zunft und haben gerade so ihre lokalen Vereinigungen wie ihre europäischen Kollegen; ihren Direktoren gegenüber besitzen sie aber viel größere Unabhängigkeit und Gewalt als die letzteren. Sie haben sogar ihren eigenen Schutzgott, einen fratzenhaft aussehenden Götzen, dem sie Opfer darbringen und den sie in jedem Jahre durch große Festlichkeiten günstig zu stimmen suchen, eine Art chinesischer Generalintendant.
Zuseher beim Theater.
Theesortierer.
Chinesischer Thee und seine Metropole.
Von den vielen Millionen Menschen, welche täglich mit Wohlbehagen ihren Thee schlürfen, haben wohl noch die wenigsten darüber nachgedacht, woher die kleinen braunen Blättchen am Grunde ihrer Theekanne eigentlich stammen. Ob aus Indien oder Ceylon oder China, ob er Oolong oder Pekko oder Souchong heißt, ist der großen Mehrzahl der Theetrinker ziemlich gleich. In Hotels oder Kaffeehäusern wird einfach eine Portion Thee verlangt, bei den vornehmen Five o’clock teas erhält man die Schälchen mit dem mehr oder minder köstlichen Naß vorgesetzt, ohne daß man sich weiter darum kümmern würde. Wenn nur die rechte Menge Zucker und Sahne dabei ist! Ohne diese beiden Dinge kein Thee.
Wie anders ist es im wahren Heimatslande des letzteren, in China! Es würde dort, wo für Hunderte von Millionen Menschen der Thee nicht nur das wichtigste, sondern man könnte füglich sagen, das einzige Getränk bildet, niemandem einfallen, auch nur ein einziges Stückchen Zucker beizufügen, die Sahne aber ist dem Chinesen ganz unbekannt. Sie trinken überhaupt keine Milch, und die Kühe werden nicht gemolken. Nur in Tibet wird dem Thee Grütze und Mehl zugesetzt und so eine Art dicke Suppe bereitet.