Eine längere Pause entstand.
Dann fing der andre wieder an.
»Und – er hat also eine Frau?«
Der Arzt warf den Kopf herum.
»Wieso?« fragte er.
»Nun – weil Sie doch vorhin sagten, daß er jetzt in ihrem Schlafzimmer wäre.«
Der Arzt stieß einen schnaubenden Seufzer aus. Es war ihm offenbar nicht lieb, daß er so ausgeholt wurde, und er ärgerte sich, daß er schon zuviel gesagt hatte.
»Eine Frau,« sagte er dann, »kann ja sein, daß er eine hat, oder wenigstens gehabt hat. Aber das ist eine Sache, wo es schon am besten ist, wenn man halt gar nicht davon spricht.«
Er seufzte noch einmal; seine Stimme sank herab, daß es wie ein Selbstgespräch klang: »Die Frauensleute – das ist ja manchmal nicht viel anders als die Schafe, die ins Feuer laufen, weil es glänzt. Nachher, wenn sie drinnen sind, merken sie, daß es auch brennt, aber dann ist's zu spät.«
Er schüttelte die Achseln und reckte sich auf.