Dann möchte ich noch zwei Bücher nennen, die selbst von deutschen Künstlern geschrieben sind und uns einen Blick in die Künstlerseele und in ihre Entwicklungsart und -möglichkeit schenken:

»Lebenserinnerungen eines deutschen Malers« von Ludwig Richter. Verlag Max Hesse-Leipzig, und »Im Herbste des Lebens« von Hans Thoma, Verlag der Süddeutschen Monatshefte-München.

Beides Autobiographien mit einer Fülle künstlerischer Weisheit und Natürlichkeit.


Im Anschluß an die gesamte vorliegende Arbeit – nicht als Ergänzung dieser Bücherschau – möchte ich noch kurz charakterisierend auf meine eigenen Arbeiten hinweisen, insofern sie sich mit zeichnerischer oder künstlerischer Bildung befassen und geeignet sein dürften, in Einzelfragen weitgehenderen Aufschluß zu geben, als es in diesem Bändchen möglich war.

1. Eine allseitige Durchdringung und Verwertung der zeichnerischen Tätigkeit vom philosophisch-pädagogischen Standpunkte aus, eine wissenschaftlich begründete Methodik des Zeichnens, findet sich in meinem Buche: »Zeichnerische Gestaltung und Bildungsarbeit« (Verlag Friedrich Kortkamp, Langensalza – 6 Mk.).

2. Eine Einzelfrage, die Entwicklung und Ausgestaltung der Schülervignette, behandelt im Zusammenhang mit den grundlegenden Fragen des Zeichenunterrichts mein »Angewandtes Zeichnen« (Verlag B. G. Teubner, Leipzig – 2,20 Mk.).

3. »Die Technik des Tafelzeichnens« (Verlag B. G. Teubner, Leipzig – 6 Mk. 3. Auflage) sucht die der Wandtafel und der Kreide innewohnenden Gesetze zu ergründen und baut darauf eine naturgemäßere und wirkungsvollere Art der Darstellung auf, als es die früher gebräuchlichen Ausdrucksweisen vermochten.

4. Was das erstgenannte Werk für die Pinseltechnik, das zweite für die Technik der Feder, das dritte für die der Kreide zu geben bemüht war, das sucht mein demnächst erscheinendes »Lebendiges Papier« (Verlag B. G. Teubner – 2,50 Mk.) für die Ausschneidetechnik der Schere zu gestalten: gleich der »Technik des Tafelzeichnens« ein Mappenwerk, das sich direkt an den Spieltrieb und an die Gestaltungslust des Kindes wendet und eine wirksame Vorschule für zeichnerische Bildung überhaupt werden könnte.