Angekl. (feierlich): Meine Vorfahren sollen Könige von Mösien gewesen sein. Dann serbische Woywoden. Einer der V. hat die Tochter des damaligen serbischen Königs Lazar geehelicht und wollte König von Serbien werden. Vor der Schlacht auf dem Amselfelde zu Ende des vierzehnten Jahrhunderts soll er die Serben an die Türken verraten und dafür das halbe Königreich Serbien zum Lohne erhalten haben. Die Sache ist in einem serbischen Epos behandelt worden und darin ist auch von einem Fluch die Rede:
Gott verdamme Vuk den Brankovicsen,
Nichts gedeihe ihm von seinen Händen,
Nicht der weiße Weizen auf den Feldern,
Nicht die saftige Rebe auf den Bergen,
Nicht die Kinder im verfluchten Hause.
Kaum war dieser Fluch gesprochen,
War das Herz der Milica gebrochen.
Sie fährt ‚mit tragischem Akzent‘ fort: Mein Vater war der letzte männliche Nachkomme des Geschlechtes, er war sehr unglücklich.
Als der Vorsitzende weiter aus dem psychiatrischen Gutachten feststellt, daß die Angeklagte für geistesgesund erklärt wurde, bemerkt sie wegwerfend: Die Gerichtsärzte erklären nur einen Gestorbenen für krank. (Heiterkeit im Auditorium.)