Vors.: Der eine mischt Gift und der andere bereut es. Ihre Mutter spricht von einer Doppelseele, von einer guten und einer schlechten.
Angekl.: Das meine ich nicht.
Vors.: War Ihnen bekannt, daß die Familie Stülpnagel gewußt hat, daß Sie schon eine Giftaffäre im Hause Piffl gehabt haben?
Angekl.: Ich glaube nicht.
Vors.: Doch, doch. Eine bekannte Dame hat dies den Stülpnagels mitgeteilt. Als Herr Stülpnagel selbst erkrankte, besuchten Sie ihn in seiner Wohnung.
Angekl.: Da wurde mir manchmal aufgewartet, ich selbst mußte von den vergifteten Speisen essen und erkrankte selbst.
Vors.: Zeugen werden uns sagen, daß Sie bei ihren Besuchen der Frau Stülpnagel den vergifteten Zwieback als besonders gut empfohlen haben.
Angekl.: Das wird kaum stimmen.
Vors.: Wie kam Stülpnagel dazu, von Ihnen ein schriftliches Geständnis zu verlangen?
Angekl.: Das weiß ich nicht, er hat es spontan verlangt.