»Ich!«
»Ich auch!« schrie Frank dazwischen und lächelte: »Und warum denn nicht! Wir sind ja hier (sämtlichen Göttern Homers sei dafür gedankt!) nicht angewachsen, noch mit den dreimal vermaledeiten cods verheiratet. Mann, ich bin froh! Hände – freut euch!«
Ein Sommermorgen war es, an dem wir das Felseninselchen zum letztenmal sahen und einander feierlich versprachen, wir würden, wie es auch kommen und wie es uns noch ergehen möge in diesem lustigen Leben, eines niemals, aber auch niemals tun: Stockfisch essen!
Während der Fahrt rechneten wir uns aus, daß wir beide zusammen wohl siebentausend Stockfische, zehn Pfund schwer das Stück ungefähr, abgehäutet, entgrätet und präpariert hatten. Mit unseren armen Händen! Zehn Stück in der Stunde etwa, und zehn Arbeitsstunden waren es im Tag, und zweiunddreißig Tage lang hatten wir gearbeitet. Siebentausend Stück!
»Weinen könnte man!« sagte Frank Reddington. »Weinen! Man kann ja nie wieder einem Kabeljau ins Gesicht schauen! Wer je im Leben mir gegenüber das Wort "cod" erwähnt, den boxe ich über den Haufen. So!!«
Und als wir uns umgekleidet und (vor allem) Handschuhe angezogen hatten, präsentierten wir uns im Kontor mit unseren Zahlungsanweisungen.
»Wie hat's Ihnen gefallen,« fragte der Manager und grinste.
»Famos,« meinte Frank sauersüß.
»Das freut mich sehr. Zeigen Sie mir doch einmal Ihre Hände!« Dabei betrachtete der Geschäftsführer augenzwinkernd unsere Handschuhe.
»Mann,« sagte Frank ernst, »spotten Sie nicht meines ehrwürdigen Alters.« (Das ganze Kontor lachte.) »Sonst gebe ich Ihnen meinen Fluch und erscheine Ihnen nach meinem Tode dreimal jede Nacht als Stockfisch!!« (Das ganze Kontor brüllte.)