Als die schmutzige Heizerhand den Geldhaufen einstrich, in dem mein letztes Silberstück lag, kam der Schiffsingenieur die Zwischendeckstreppe herunter.

»Gentlemen!« rief er. »Dieses gesegnete Pokerschiff verschluckt nebenbei auch Kohlen und braucht Leute, die es mit Kohlen füttern. Ich möchte also die Herren Heizer der dritten Wache ersuchen, sich gefälligst dahin bemühen zu wollen, wohin sie gehören und zwar verdammt schnell. Runter mit euch, ihr Söhne von Spielkarten!«

»Pokerschiff ist gut,« sagte Jack. »Drolliger Junge, dieser Ingenieur. Wer gibt?«

Ich war am Geben. Und ich wechselte meinen letzten Zehndollarschein. Laß dich nicht verblüffen, sagte ich mir, nur ja nichts anmerken lassen! Was die anderen können, kannst du auch!


Spät nachts kletterten Jack und ich an Deck, denn im Kojenraum war es viel zu heiß zum Schlafen. Zwischen Fässern und Tauwerk vorne am Bug machten wir uns aus den Pokerdecken ein Lager zurecht.

»Good night!« sagte Jack.

Ich lag da und starrte in den Mond, und unklar stieg in mir die Ahnung auf, daß ich ein furchtbarer Esel gewesen sei. Reingefallen, mein Junge … Die Silberstücke und die Dollarnoten, mit denen am Morgen noch mein Geldtäschchen vollgepfropft gewesen war, trieben sich jetzt in den Taschen anderer Leute herum – mir waren nur ein paar Dollars übriggeblieben. Zu dumm – –

»Fine game, dieses Poker,« meinte der Riese neben mir, »famoses Spiel!«

Da lachte ich hell auf.