»Ich bin soeben erst aus Deutschland angekommen und –«
»Nu ja und was wollen Se hier?«
Die Frage verblüffte mich. »Ich weiß eben nicht … ich möchte Rat erbitten –«
Der Kanzleichef kletterte von seinem hohen Sitz herab und stellte sich vor mich hin.
»So? So–oh? Haben Se Papiere?«
Mein deutscher Reichspaß machte den Gestrengen um eine Nuance freundlicher.
»Na, und?«
In meiner Verlegenheit tappte ich sofort in medias res hinein. »Ja, ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir einen Rat geben könnten. Ich habe nämlich nur noch sehr wenig Geld und –«
Da gab sich der Kanzleichef einen förmlichen Ruck. In strenger Mißbilligung glotzten mich die brillenbewehrten Äuglein an, und schnarrend, schnell, als ob er Auswendiggelerntes herunterleiere, sagte er:
»Der Deutsche, der nach Amerika kommt, hätte erstens lieber in Deutschland bleiben sollen. Zweitens kann das deutsche Konsulat ihm keine Arbeit verschaffen, denn es hat keinen Einfluß auf den Arbeitsmarkt und muß als Behörde es ablehnen, sich mit Arbeitsvermittlung zu beschäftigen!«