Und wir lachten beide. In einer Stunde kam ein Frachtzug durch, mit dem wir weiterfuhren. Diesmal kostete die Fahrt Geld, denn ein Bremser ertappte uns beim Hineinklettern und erhob prompt einen Tribut von einem halben Dollar dafür, nichts gesehen zu haben. In wenig mehr als dreißig Minuten kamen wir in Fort Worth an, das nur vierzig Meilen entfernt war. Billy ging sofort nach dem Aussteigen zu dem riesigen hölzernen Wasserbehälter auf dem Frachtbahnhof, aus dem die Lokomotiven gespeist wurden, und leuchtete mit Zündhölzern sorgfältig den unteren Rand ab. Dann zeigte er mir mit einem Ausruf der Befriedigung ein frisch geschnittenes, rohes "J".
»Aha!« sagte er. »Joe ist schon da.«
»Wer ist Joe?«
»Ein Freund, ein lieber Kerl, den ich schon seit langen Jahren kenne. Eisenbahnkrank, so wie ich. Er hat die Zeichen hier hineingeschnitten, damit ich weiß, daß er da ist. Nun warten wir hier. Er wird bestimmt öfters nachsehen, ob ich schon gekommen bin.«
Es dauerte auch gar nicht lange, so tauchte eine Gestalt hinter dem Holzrahmenwerk des Behälters hervor und eine elektrische Taschenlampe blitzte auf.
»Oho!« sagte Billy. »Du bist aber vornehm geworden, Joe! Elektrische Beleuchtung in der Tasche!«
»Fein! Nich' wahr, Billy?«
»Nun, und wie war's mit der Arbeit im Elektrizitätswerk?«
»Schön. Fünfzig Dollars verdient in zehn Tagen. Aber –«
Billy kicherte leise.