Eine klingende, metallische Stimme, eine liebe alte Stimme hatte mich gerufen bei meinem Namen aus alten Zeiten. Klar und hell —

»Ed! Ha — a — llooh — Ed!!«

Ich stand und starrte und wollte meinen Ohren nicht glauben.

»Halloh — Ed!«

Von einem Zelt nicht weit vom Weg kam ein Rauher Reiter-Offizier gelaufen, ein Leutnant. Unter dem graubraunen Feldhut mit dem glitzernden Regimentsemblem von gekreuzten Reitersäbeln leuchteten groß und lachend graublaue Augen — die alten Augen ...

»Billy!« schrie ich. »Halloh, Billy — Bi — i — illy!«

Und er sprang herbei, und wir schüttelten uns die Hände, denn sprechen mochte keiner ein Wort, und dann lachten wir wie unsinnig und dann schüttelten wir uns wieder die Hände und dann lachten wir wieder.

Billy war es, der alte Billy, der Billy aus Wanderzeit und Eisenbahnfahrt.

Billy in der Uniform eines First Lieutenant, eines Oberleutnants des Rauhen Reiter-Regiments. Gar kein Staunen verspürte ich über die silbernen Streifen auf seiner Schulter. Dieser Mann war einer der wenigen Menschen, die dazu geboren sind, zu führen und zu leiten unter allen Umständen. Seien sie arm oder reich. Die vornehm sein müssen und Herren über andere, mögen sie auch einen einzigen Rock nur ihr eigen nennen. In der alten Welt hätte man freilich aus Billy keinen Offizier gemacht. Sein Lebensgang wäre denn doch nicht einwandfrei genug gewesen — um die schöne Phrase zu gebrauchen. In Amerika sah man sich den Mann an und — griff zu. Billys Familie hatte ihm eigentlich gegen seinen Willen das Leutnantspatent bei den Rauhen Reitern erwirkt. In der entscheidenden Unterredung jedoch mit Theodore Roosevelt hatte Billy klipp und klar erklärt, daß er erwähnen müsse, er sei vor noch nicht langer Zeit als Tramp, oder als eine Art von Tramp zum mindesten, auf den Eisenbahnen herumvagabundiert.