Aber wir hatten ihm die Stücke schon aus den Händen gerissen und tanzten begeisterte Kriegstänze. Es war ja nicht zu glauben — es war zu schön, um Wirklichkeit zu sein. Wäsche hielten wir in den Händen. Reine Wäsche — frisch von der Waschfrau! Seidene Wäsche darunter gar!! Hemden und Hosen und Kragen und Strümpfe und feine Leinenanzüge ... Irgend ein spanischer Telegraphenbeamter, der ein höchst verwöhntes und sehr feines Herrchen sein mußte, hatte sich aus irgend welchem Grunde seine Wäsche ins Bureau schicken lassen. Nein, nicht einer nur. Mehrere. Die Wäschestücke waren verschieden groß.
»Sie passen mir tadellos,« grinste Souder, der ein Paar Hosen prüfend vor sich hinhielt.
»Zum Teufel — laß das Zeug liegen,« rief Hastings. »Es ist Privateigentum.«
»Schrei nicht so,« antwortete Souder gemütlich. »Ich weiß schon, daß du hier Rangältester bist. Aber sag einmal, Freund, soll ich in diesem blutigen Krieg nicht einmal ein reines Hemd und eine saubere Unterhose erbeuten dürfen?«
»Wir können uns doch Wäsche kaufen!« knurrte Hastings.
»Ganz richtig — vorläufig kaufe ich mir diese hier —«
»Und wenn der Major — — — «
»Laß mich zufrieden!« schrie Souder. »Wenn der Major so dreckig wäre wie ich, so würde er sich die feine Wäsche hier mit der gleichen Gemütsruhe stehlen, wie ich das zu tun gedenke. Pardon — requirieren würde sie der Major. Zum Kuckuck, wir sind doch keine Sonntagsschüler!«
Sergeant Hastings hielt ein Hemd in der Hand und sah es lange und liebevoll an.