»Ich habe mich im Presidio anwerben lassen. Ich wollte nun einmal nach Kuba ...«
»Ist also kein schlechter Witz?«
»Nein.«
»Sie Dickschädel — Sie ganz unglaublicher Dickschädel! Ich pflege mir meine Entschlüsse gerade auch nicht vier Wochen lang zu überlegen, aber das bricht doch den Rekord! Läuft das Söhnchen hin und wird Soldat! Mir nichts, dir nichts! Weshalb sind Sie denn eigentlich nicht zu mir gekommen? Hätten mir doch wenigstens sagen können, was Sie vor hatten! So viel Vertrauen zu mir hätten Sie doch wenigstens haben können!«
Ich versuchte, ihm zu erklären, daß das alles sehr plötzlich gegangen war.
»Verdammt plötzlich!« rief McGrady. »Verdammt unüberlegt. Sie haben sich in die Nesseln gesetzt! Aber ich werde dafür sorgen, daß Ihnen aus Ihrem Anstellungsvertrag mit dem Examiner keine Schwierigkeiten erwachsen. Schließlich hat jeder Dickkopf das Recht, sich den Schädel an derjenigen Mauer einzurennen, die ihm am besten gefällt!«
Er lachte und nickte vor sich hin. »Im Grunde verstehe ich Sie ja. Ich glaube überhaupt, daß in mir ein besonderes Verständnis ist für — nun, sagen wir, unschilderbare Sausewinde Ihres Schlags; die Götter mögen wissen, weshalb und woher. Also: Die Dummheit haben Sie nun einmal gemacht, denn eine Dummheit ist es vom Standpunkte der Vernunft. Eines möchte ich Ihnen aber sagen, mein Junge — sorgen Sie dafür, daß Sie so schnell als möglich wieder aus der Uniform schlüpfen, wenn die Geschichte vorbei ist! Sie sind viel zu jung, als daß man auch nur eine Ahnung haben könnte, was aus Ihnen noch werden wird, aber — well, das ist alles Unsinn! Lassen Sie von sich hören, sonny!«
»Ich bin Ihnen sehr dankbar, Mac.«
Und der gereifte Mann, der mir stets ein väterlicher Freund gewesen war, schüttelte mir die Hand. Der Amerikaner hatte Verständnis für den abenteuerlichen Drang und dessen Wert im Leben. In der alten Heimat drüben hätten sie mich einen leichtsinnigen Narren genannt; mehr noch, einen Verlorenen, der eine gesicherte soziale Stellung um einer Laune willen wegwarf. Ich wollte aber auf meine eigene Fasson selig oder unselig werden ...
»Uebrigens wollte ich auch als Soldat für den Examiner schreiben über —«