Langsam stiegen die Nebel. Schwaden auf Schwaden lösten sich, in weißgrauen Dunst verwallend. Wie Dampf umhüllte es die Zeltmassen und schwebte höher und höher. Wie dünner Regen fast fiel der Morgentau, und frostig schlichen Kälte und Feuchtigkeit in die Haut.

Da leuchtete warm und rot ein Feuer auf, draußen am Lagerrand.

»Gott sei dank!« Souder nahm unsere Blechbecher und ging.

»Kaffee!« sagte er, als er wiederkam. »Wollen zuerst die Feldflaschen füllen!«

»Gute Idee,« murmelte ich.

Ich holte noch zwei Becher. Der dampfendheiße Trank vertrieb uns rasch das nasse, klebrige Gefühl und die Uebernächtigkeit. Wir aßen einen Zwieback, zündeten die Pfeifen an. Immer mehr und mehr lichtete sich das trübe Grau. Da — da — was war das? — Souder und ich sprangen auf.

»Was war das?« flüsterte er.

»Still — still!«

Kaum hörbar, wie aus ewigweiter Ferne, gespenstisch leise, erklang es in dumpfem Schallen — krang — krang, krang ... tacktacktack..... leise, ganz leise, als ob Erbsen auf einen Blechteller geworfen würden. Ein wenig lauter nun, dann schwächer wieder, mit Pausen von Sekunden — jetzt in vollerem Klang, und doch schwach und ferne wie abgedämpfter Trommelwirbel. Gewehrfeuer. Deutlich erkennbares Geknatter. Nichts regte sich um uns. Jeder schien zu stehen und zu lauschen. Mäuschenstill war es. Bis die klare Stimme eines Offiziers schallend rief:

»Das ist General Chaffee!«