Der tückische Zufall des Kriegs hatte es gefügt, daß scharfes, indirektes spanisches Feuer sich auf die von überall völlig unsichtbare San Juan Furt im Walde konzentrierte, gerade in dem Augenblick, als die New Yorker Freiwilligen ins Wasser marschierten. Die ersten waren weggefegt worden, in einem Haufen, und da und dort noch im Regiment stürzten Getroffene. Die Spitze drängte zurück und die Panik war da. Die Soldaten, die im Gedräng nichts mehr sehen, den unsichtbaren Feind nicht erblicken konnten, wurden wie toll vor Angst.
Der Major war stehengeblieben und kaute auf den Schnurrbart. »Sie erinnern sich doch,« sagte er, »an das Flüßchen, das wir gestern vom Hügel aus sahen?«
»Jawohl, Major.«
»Na, das hier ist’s. Haben Sie eine Ahnung, ob wir links abgekommen sind? Ich glaube, ja. Die erste Wegkrümmung war nach links, die zweite ebenfalls, nicht wahr?«
»Jawohl. Die Hügel, die wir sahen, müssen schräg vorne rechts sein.«
»Glaub’ ich auch. Hm. Sagen Sie einmal, wie ist Ihnen zumute?«
»Ich — ich möchte etwas sehen!« stotterte ich.
Er lachte. »Und Sie, Souder?«
»Wenn der Herr Major gestatten — ich finde, es ist eine verdammte Gemeinheit, da im Wald stecken zu müssen und beschossen zu werden und nicht ein einziges Mal selber schießen zu dürfen. Und ich bin froh, daß ich über dem Wasser bin!«
»Ich auch — Teufel, ich auch!« lachte der Major. »Na, Kinder, ich bin zufrieden mit euch und ich werde noch viel zufriedener sein, wenn ihr möglichst wenig plaudert. Wir hätten eigentlich schon längst zur Linie zurückkehren sollen und haben hier gar nichts zu schaffen. Ich muß mir da erst eine faustdicke Lüge ausdenken, um — na ja. Wollen uns noch ein bißchen umgucken!«