Souder wechselte das schwere Telephon von der einen Schulter auf die andere und sah sich bedächtig um. »Weißt du was?« sagte er. — »Machen wir, daß wir aus dem alten Wald hinaus und zu unserer Station kommen!«

Aber schon nach wenigen hundert Schritten blieben wir wieder stehen und sahen uns an. Einer den andern. Keiner wollte mit der Sprache heraus.

In der Luft lag fade, faulend, süßlich, leiser Verwesungsgeruch.

»Irgendwo im Gestrüpp müssen noch Tote unbeerdigt liegen,« sagte der Sergeant endlich. »Was es mit der Luft hier für eine Bewandtnis hat, ist klar genug.«

»Aber ein Mensch kann doch nicht von gestern auf heute in Verwesung übergehen,« wandte ich erstaunt ein.

»Warum denn nicht?« meinte der Sergeant achselzuckend. »Bei dieser Gluthitze! Denk’ doch an das Maultier, an dem wir vorbeigekommen sind, dicht bei der Station vorhin! Das war gestern auch noch lebendig! Wollen einmal nachsehen, wo der arme Teufel liegt —«

Der Weg war hier viel breiter und zerteilte sich in den lichten Waldstellen in winzige, in das Gras hineingetrampelte Pfade, voneinander getrennt durch niedriges Gestrüpp und kleine hügelige Graswellen. Dazwischen ragten breite Mangos und schlanke Kokospalmen mit ihren massigen Blättern, die wie große Fächer den Weg überschatteten und nur da und dort einen gelbglänzenden, sengenden Sonnenstrahl durchdringen ließen. Die Luft war heiß und dumpf und dampfig, und in die Schwüle hinein drängte sich der Aasgeruch und schien alles zu umschweben und an allem festzuhaften.

»Dort drüben muß es sein!« rief Souder.