»Richtig! Unangenehmes kleines Dorf!« grinste er.
»Zu klein! Und so wandere ich durch dieses große und schöne Land —«
»Und kriechst auf nassen Kirchhöfen herum, wenn du Glück hast!« ergänzte Frederick Haveland. »Schöne gelbe Sache. Brüllt zum Himmel. Es ist übrigens weiter nicht wunderbar, daß niemand so übertreibt wie die ganz Jungen. Merkwürdig ist nur, daß wir Aelteren trotz unserer Weisheit gern wieder ganz jung sein möchten. Und wie geht dir's? In Neuyork — ich hatte dort mit einem Mann zu reden — haben sie mir gesagt, du seist entweder vor einem Mädel davongelaufen oder plötzlich verrückt geworden — —«
»Das würden sie naturgemäß sagen!« meinte ich und lachte.
»Naturgemäß! Oho! Sind wir schon so gescheit geworden?«
Er grinste sein Grinsen, aus dem man nicht recht klug wurde, und urplötzlich kam, ganz gegen meine Art eigentlich, ein sonderbares Gefühl über mich, als müßte ich so etwas wahren wie Selbstbewußtsein und Würde.
»Ich mag ein Narr sein,« sagte ich, mich in den Stuhl zurücklehnend, »lieber Haveland. Ich mag doppelt ein Narr sein in den Augen eines Mannes von Erfahrung. Aber diese närrische Arbeit, bei der ich mich entschieden mehr plagen muß, macht mir närrische Freude, und ich verspüre keine Lust mehr, darüber zu scherzen. Confound it, wenn ich's verstehe, doch —«
Da warf Haveland die Hände hoch, wie einer, dem eine Pistole vor den Kopf gehalten wird.
»Forgie' us all,« lächelte er, Schottisch quotierend. »Vergib' uns unsere Sünden. Sie ist auch wahrlich nicht schön, diese Gewohnheit von uns Zeitungsmenschen, unsere eigenen Affären stets in die Parabel des schlechten Witzes zu verkleiden. Vergiß aber nicht, daß wir mit wirklichen Narren nicht scherzen würden, weder ich noch du. Und nun wollen wir ernsthaft reden, wenn es dir gefällig ist. Kennst du — nein — weißt du etwas über Dynamite-Johnny?«