Der Kartenraum war ein Loch.

»Dreckiger, alter Kasten,« sagte ich.

»N'n' ja,« grinste Haveland. »Boardmann, der alte Spitzbube — er ist Kapitän und Eigentümer zugleich — beabsichtigt auch gar nicht, an Schönheitskonkurrenzen für Trampdampfer teilzunehmen. Aber seine Maschinen sind tadellos in Ordnung. Sie kosten ihm ein Drittel der Profite. Schnellstes Schiff in der Gegend. Wir haben forcierten Kesselzug und Hilfs-Oelfeuerung und doppeltes Maschinenpersonal, in Summa sechzehn Seemeilen die Stunde, was kein Mensch ahnt. Dja. Für Anstrich jedoch gibt er keinen Pfennig aus. Wir sind 'n prima Kern in dreckiger Schale, mein Sohn!«

»Was meint er mit dem einsamen Weg?«

»Hm. Na, können ja darüber reden. Wir haben eine Ladung für Caracas, Schnellfeuergeschütze und Mausers und Patronen für die venezolanische Regierung, was ganz rechtmäßig ist... Unsere Papiere sind völlig in Ordnung.«

Ich pfiff grell durch die Zähne und fiel beinahe auf den Rücken vor Erstaunen.

»Aber,« fuhr Haveland fort, »unter Umständen können auch — hm — andere Leute unsere Maxims und die Patronen und so weiter kriegen. Ist Gefühlssache. Na, und wir möchten gern niemand begegnen, weil wir vorher, vor unserer eventuellen Ankunft in La Guayra, das ist nämlich der Hafen von Caracas, gänzlich inoffiziell unseren kleinen Abstecher zu unserem bewußten Mann machen, was wir uns bei unserer Geschwindigkeit erlauben können. Dja — es ist kompliziert. Halte um Gotteswillen deine Leute in Ordnung. Hast du einen Revolver in der Tasche?«

»Zwei!« sagte ich vergnügt. »Und unsere Route?«

»Gott! Karibische See! Sieh' doch auf die Karte!«