»No, sir.«

»Wollen Sie dann so freundlich sein, mir beim Auspacken der Instrumente zu helfen, die ich im Wagen habe? Sie müssen sehr vorsichtig behandelt werden und ich möchte sie deshalb nicht Mannschaften anvertrauen. Es sind drahtlose Telegrapheninstrumente, die ich mit Souder und Ihnen ausprobieren möchte. Bitte, rufen Sie Sergeant Souder herbei.« Und der Leutnant lächelte ein wenig in seiner hilflosen Art.

Ich aber war auf einmal wieder mit Wonne Sergeant des amerikanischen Signalkorps!

Draht—lose — Telegraphie!!

»Sofort beim Hauptquartier melden zu Experimenten mit drahtloser Telegraphie!« klickte das Instrument auf meinem Schreibtisch protzig zu Souder hinüber.

Der Sergeant kam gerannt wie aus der Pistole geschossen. Behutsam trugen wir die beiden Tische mit den messingglitzernden Instrumenten auf die weite Schneefläche des Paradegrunds hinaus, und einen anderen Tisch dann, auf dem die Akkumulatoren in langen Reihen aufgestellt wurden. Das Laden der Batterien war uns längst vertraut. Der Leutnant saß steif, bolzengerade, verlegen auf dem Schreibmaschinenstuhl, den ich ihm hinausgetragen hatte.

»Es handelt sich hier um Versuchsinstrumente,« dozierte er, »die mit einigen Abänderungen dem Marconi-Apparat nachgebaut sind. Das Prinzip der Uebertragung telegraphischen Stroms basiert, wie Sie aus meinem neulichen Vortrag wissen, auf dem Aussenden sehr starker elektrischer Entladungen, die in wissenschaftlich noch nicht ganz aufgeklärten Vorgängen sich blitzartig oder vielmehr schallwellenartig durch die Luft fortpflanzen und von nackten Bronzedrähten zum Teil aufgefangen werden können. Das eigentliche Registrieren des Stromes jedoch geschieht durch den Kohärer, ein mit Metallstaub gefülltes luftleeres Glasröhrchen, das sehr fein auch auf schwächste elektrische Einwirkungen reagiert. Unsere Aufgabe nun ist —«

»Oh du langweiliger Geselle! Du — du Professor, du!« dachte ich.