Neuyork!

Selbstverständlich Neuyork! Wie hatte ich mich auch nur einen Augenblick lang besinnen können!

Da waren die »World«, das »New York Journal« (das Hearst, dem Eigentümer des »San Francisco Examiner« gehörte), die »Times«, die »Sun«, der »American«, Gordon Bennetts »New York Herald« vor allem, die größten Zeitungen der Welt. Ein Arbeitsfeld, wie man es sich nicht besser wünschen konnte. Daß dieses Arbeitsfeld völlig überlaufen war mit Kräften allerersten Ranges — daß die Aussicht für mich, im Neuyorker Zeitungsgewühl mir Ellbogenraum zu schaffen, noch etwas schlechter war als etwa diejenige, auf ein mexikanisches Lotterielos auch wirklich Geld zu gewinnen — daran dachte ich in schönem Selbstvertrauen auch nicht einen Augenblick lang.

Aus meinem Laufen wurde fast Trab.

In zwei Minuten hatte ich mich aus dem Kursbuch des Hotelvestibüls vergewissert, daß der nächste Zug nach Neuyork um 12.39 ging (es war jetzt 12.10). In weiteren fünf Minuten hatte ich die Koffer gepackt, die bösartig gesalzene Hotelrechnung bezahlt und mir einen Wagen herbeipfeifen lassen. Um 12.39 schrieen die conductors ihr all aboard. Um 12.40 lehnte ich mich weit zurück in den weichen Polstersitz des dahinsausenden Zugs, lauschte sekundenlang, angenehm angeregt, dem Rädergetöse, entfaltete dann das auf dem Bahnhof gekaufte New York Journal, unsäglich zufrieden mit mir, Gott, und der Welt.

Das neue Leben hatte begonnen!

Wie mich Neuyork empfing.

Ankunft in Neuyork. — Der Lichterwahnsinn in der Luft. — Der Wirrwarr der Riesenstadt. — Die elegante Pension. — Mrs. Bailey. — Nicky und Flossy. — Die eingeschneite Riesenstadt. — Der Humor auf der Straße. — Fünf Minuten auf der Redaktion des New York Journal. — »Sie haben gar keine Aussichten!« — »Herrgott, war das ein süßer Anfang.«