»Schlecht fürs Geschäft!«
»Ziemlich.«
»Gut für business in Gummiüberschuhen, nich'?«
»Yes, no doubt.«
»Mein' ich auch. Wünschte, daß ich heute in Gummischuhen machen könnte. Well, macht nichts aus. Uns Neuyorker kann das bißchen Schnee nicht bluffen. In zwei Stunden haben sie's weggeschuftet, die Leute vom Street Cleaning Department. Sin' wir nich' groß in solchen Sachen, wir Neuyorker, eh?«
»Sehr groß!« sagte ich und flüchtete.
Dieser eiskalte Neuyorker hatte mich richtig angesteckt! Jetzt interessierte auch mich die weiße Schönheit da auf der Straße nicht mehr, noch das grandiose Bild des durch grandiose Naturgewalt gehemmten Riesenmechanismus. Sondern es fiel mir auf einmal ein, daß ich doch sehr große Eile hatte, zu den Leuten vom New York Journal zu kommen. Mühsam krabbelte ich im Gewimmel vorwärts zum Wolkenkratzer-Square, ins New York Journal Gebäude, und sauste im schnellsten Expreßlift, das mir bis jetzt vorgekommen war, zum Redaktionsstockwerk empor. Als das Ding aufwärts schoß, war mir, als versinke mein Magen irgendwohin in die Gegend der Stiefelsohlen, und als es hielt — ruck — war der Magen urplötzlich wieder da. Aber in der Kopfgegend, dicht unter den Haaren.
Plakate, die nicht gut übersehen werden konnten, so laut brüllten sie, wiesen alle Besucher nach Zimmer 733, einem kahlen Raum, in dem viele Leute schon warteten. Die Wände waren mit anzüglichen Sprüchlein in fetter schwarzer Blockschrift förmlich austapeziert:
»Wir haben keine Zeit zur Unterhaltung!«
»Sagen Sie uns schnell, was Sie wollen, und Sie erhalten Bescheid, ob uns das interessiert.«