Vergessen lernen will ich und verschmerzen!

Der Geier sprach: Es ist zu spät.

Das erschütternde Lied, tiefergreifend gesungen, verklang, und die fürstliche Familie entließ ihre Gäste in derselben herzlichen Weise, wie sie von ihr bewillkommnet worden waren. Prinzeß Alexandra drückte Dolores aufs Wärmste ihren Dank aus.

»Wir kommen nächstens, Sie zu besuchen,« fügte sie hinzu. »Und nun gute Nacht, liebes Kind. Ihr Wagen ist doch da?«

»Nein, Durchlaucht,« erwiderte Dolores, »ich ziehe es vor, in dieser herrlichen Mondnacht durch den Park zu gehen. Mein alter, treuer Ramo begleitet mich!«

»Dann erlauben Sie mir, Sie begleiten zu dürfen,« rief der Erbprinz chevaleresk und sehr bereitwillig.

»Oder mir,« sprachen Kepplers Augen.

»Nein, nein,« wehrte Prinzeß Alexandra ab. »Der einzige, von dem die Baronin nachts durch den Park begleitet werden kann, ist ihr Cousin, Baron Alfred!«

Dolores trat einen Schritt zurück.

»Ich versichere Durchlaucht, daß Ramo mein bester, oft bewährter Schutz ist,« sagte sie abweisend.