Damit warf sie die Tür heftig zu.
Wo hat er sich bloß diese Bestie aufgegabelt? dachte Peter Voß, indem er dem ungastlichen Hause den Rücken kehrte.
Also bog er bei der nächsten Ecke in die menschenleere Promenade ein, denn das war der Weg, auf dem der Onkel das Gerichtsgebäude zu erreichen pflegte. Und da kam ihm auch schon ein ziemlich schlanker, älterer Herr mit glattrasiertem Gesicht und goldener Brille entgegengewandelt. Unter dem rechten Arm trug er eine Aktenmappe. Das war niemand anders als Landgerichtsrat Pätsch. Er sah Peter Voß, seinem Neffen, so ähnlich, als sei er ihm aus dem Gesicht geschnitten.
„Guten Tag, Herr Landgerichtsrat!“ sagte er mit Betonung und blieb stehen.
Der Landgerichtsrat dankte kurz, indem er an den breiten Schlapphut griff, und blieb zu seiner eigenen Verwunderung gleichfalls stehen. Die Aehnlichkeit dieses verkommenen Matrosen mit seinem durchgebrannten Neffen war gar zu groß.
„Wie heißen Sie?“ fragte er unsicher und fuhr, als Peter Voß anstatt zu antworten herausfordernd lächelte, fort: „Sie erinnern mich an meinen Neffen.“
„Sehr schmeichelhaft, lieber Onkel!“ erwiderte Peter Voß und zog die Mütze.
„Peter, du bist es wirklich?“ rief er ganz entsetzt. „Wie siehst du aus. Wie kommst du hierher?“
„Teils auf zwei Beinen, teils per Bahn, teils per Schiff, teils per Automobil.“
„Bist du damals wirklich zur See gegangen?“