Der Onkel lag in den Kissen und hielt sich den Bauch, um nicht laut herauslachen zu müssen. Peter Voß holte seine Zahnbürste heraus und machte Toilette. Als der Schlüssel in der Haustür schnappte, fuhr er hinter die Gardine und stellte fest, daß die Haushälterin wirklich mit der Markttasche die Feldstraße hinaufeilte.

„Wie heißt dieses entzückende Wesen?“ fragte er den Onkel, der schnaufend aus dem Bett fuhr.

„Es ist die unverehelichte Martha Zippel!“ erwiderte er in gerichtsnotorischem Tone, von Peter Voßens Ausgelassenheit bereits merklich angesteckt.

„Und wie lange pflegt diese unverehelichte Zippel auf dem Markt zu feilschen?“

„Unter zwei Stunden kommt sie nicht zurück!“ erwiderte der Onkel und stieg in seine Beinkleider. „Du bist doch ein ganz verdammter Kerl!“

„Also fix!“ rief Peter Voß und lief in die Küche. „Der Kaffee wird kalt.“

Als der Onkel sich an den Tisch setzte, erschien Peter Voß mit der dampfenden Bratpfanne, in der sechs Spiegeleier lagen.

„Keine Angst!“ beruhigte er ihn. „Sie merkt es nicht. Es steht da in der Küche eine ganze Kiste mit Eiern, die hat sie sicher nicht nachgezählt.“

Und er ließ es sich schmecken. Der Onkel verzichtete. Er aß morgens nur eine halbe Semmel.

Mit Bewunderung sah er auf Peter Voß, der sich zu seinen Spiegeleiern ein Pfund Schinken legte.