„Ich suche einen Menschen,“ sagte er, „der sich offenbar unter einem falschen Namen in dieser Gegend aufhält.“

Und dann beschrieb er Peter Voß ganz genau nach seinem letzten Signalement. Der Polizist Milzler wurde geholt.

„Der Mensch ist mir aufgefallen!“ sagte der, nachdem er das Signalement geprüft hatte. „Ein Matrose. Natürlich! Im Blauen Hirsch hat er ein paarmal gegessen. Und der Lehrer aus Pograu saß bei ihm. Aber seit vierzehn Tagen, drei Wochen habe ich ihn nicht mehr gesehen.“

Dodd notierte sich die Adresse des Lehrers und fragte, wie er am leichtesten nach dieser Schule kommen könnte. Der Inspektor gab ihm bereitwilligst Auskunft, und Milzler wurde auf seinen Posten zurückgeschickt mit der Mahnung, sofort zu melden, wenn sich der Mann wieder sehen ließe.

Dann kehrte Dodd zu Polly ins Hotel zurück, die mit steigender Ungeduld auf ihn gewartet hatte.

Nun fuhren sie zusammen auf die Feldstraße. Der Wagen hielt vor der Nummer 25. Dodd lohnte den Kutscher ab, und Polly zog unterdessen die Klingel. Ihr Herz klopfte hörbar.

Die unverehelichte Martha Zippel öffnete, diesmal ohne die Sicherheitskette zu benutzen, denn der Herr Rat war zu Hause. Er hatte die beiden Besucher längst durch das Fenster gesichtet, und ihm schwante sofort das Richtige.

„Was wünschen Sie?“ fragte die Haushälterin.

„Eine Auskunft!“ erwiderte Dodd trocken. „Es handelt sich um einen Mann, einen Seemann, der vor einigen Tagen hier zu Besuch gewesen sein soll.“

Da stieß Polly einen leisen Schrei der Ueberraschung aus. Ihr Blick war auf den Landgerichtsrat gefallen, der eben aus seinem Zimmer getreten war. Er hatte seine Brille abgelegt, und seine Aehnlichkeit mit Peter Voß war einfach verblüffend.