„Immer langsam!“ mahnte er sie. „Nur nicht zu früh jubeln! Dieser Dodd ist durchaus kein Dummkopf. Der hat es faustdick hinter den Ohren sitzen, obschon er aussieht, als könnte er kein Wässerlein trüben. Um uns das zu erzählen, brauchte er nicht zurückkommen. Das hätte er auch schreiben können.“

„Aber er ist doch verliebt in mich!“ rief sie und schmiegte sich an ihn.

„Dann freilich!“ sprach er lachend und gab ihr einen Kuß. „Das kann ich verstehen.“

„Wo mag Peter sein?“ fragte sie und breitete ihre Arme aus.

„Er wird sich schon melden!“ beruhigte er sie. „Ich denke mir, wenn er irgendwo in Sicherheit ist, wird er uns benachrichtigen. Also Geduld, mein liebes Herz!“

Dodd aber fuhr nicht nach Amerika, sondern nur nach Konradswaldau, dem Geburtsort Emil Popels. Es galt, Peter Voß mit stärkeren Mitteln zu beschwören. Und dank seiner Weltgewandtheit brachte er es zustande, daß der Amtsvorsteher, ein dicker, reicher Gutsherr, der Küster und der Gendarm sich bereit erklärten, mit ihm nach Strienau zu fahren, um den Millionendieb zu entlarven.

Hier von Konradswaldau aus sandte Dodd an Jim Stockes ein sehr hoffnungsvolles Telegramm.

Peter Voß aber lag auf der Pritsche und überdachte seinen genialen Fluchtplan zum eintausendunddritten Male bis in die fernsten Winkel. Wenn nicht das Zuchthaus abbrannte oder der Himmel einfiel, dann mußte es gelingen. Darauf schlief er ein.

Jim Stockes hielt am nächsten Morgen das Telegramm in Händen, das ihm Dodd geschickt hatte. Es lautete: Hoffe in spätestens vier Wochen mit dem Millionendieb einzutreffen. Er sitzt bereits in Haft.

„Aus!“ stöhnte Stockes und sank mit zitternden Händen und schlotternden Knien in den Stuhl.