Und schon riß er die Tür auf und stand der aufs höchste erschreckten Martha Zippel gegenüber.

„Wo kommen Sie her?“ herrschte er sie an.

„Ich?“ rief sie bestürzt von dem gänzlich unerwarteten Angriff. „Ich bin spazieren gegangen.“

Zäh wie Schuhleder! dachte der Landgerichtsrat und räumte das Feld.

Beim Abendessen sprach er zu der Haushälterin: „Meine Nichte reist morgen abend nach Hamburg. Sorgen Sie dafür, daß um sieben Uhr eine Droschke da ist.“

Fräulein Zippel schlief diese Nacht sehr schlecht. Immer glaubte sie im Traum die Haustür gehen zu hören. Als sie aber am Morgen Pollys Koffer im Garderobenzimmer und ihre Schuhe vor der Schlafzimmertür fand, ging sie schnurstracks zum Telephon und verlangte die Nummer des „Goldnen Kreuzes“. Dahin telephonierte sie immer, wenn eine Droschke gebraucht wurde, denn vor diesem Hotel standen immer Droschken. Der Portier pflegte dann die Bestellung an einen der Kutscher weiter zu geben.

Diesmal aber kam es etwas anders, weil Bobby Dodd das Hoteltelephon unausgesetzt bewachte. Kaum meldete sich die Martha Zippel, so stürzte Dodd auf den Hotelportier, dem er das Gespräch schon gestern angekündigt hatte, und entriß ihm das Hörrohr. Auch der Landgerichtsrat Pätsch lauschte auf das, was seine Haushälterin ins Telephon hineinrief.

„Schicken Sie heute abend um sieben eine Droschke her!“ befahl sie dem vermeintlichen Portier. „Die Dame, die bei uns zu Besuch ist, will abreisen.“

Sie bestellt die Droschke! dachte der Landgerichtsrat und legte sich aufs andere Ohr.

„Allright!“ rief Dodd am andern Ende der Leitung. „Wohin reist sie?“