„Nur unter der Bedingung, daß wir unsern alten Vertrag erneuern!“ machte sie sich aus.

Wohl oder übel mußte er darauf eingehen.

So vertrugen sie sich wie zwei Gegner, die sich, dem Zwange der Verhältnisse gehorchend, gegen einen dritten gemeinsamen Feind verbinden mußten.

Und dieser gemeinsame Feind war Sibirien.

Eine Woche später brachen sie nach Osten auf und reisten sehr langsam. Ueberall zogen sie Erkundigungen ein, ohne Erfolg. Von Iwan Basarow war nichts zu hören, noch viel weniger von Peter Voß.

16.

Auch in Sibirien und sogar auf Sachalin merkte man endlich etwas vom Frühling. Bobby Dodd und Polly warteten in Dui, wo sie sich in dem einzigen, sehr primitiven Gasthaus eingemietet hatten, noch immer vergeblich auf Peter Voß alias Iwan Basarow. Er wollte nicht kommen. Zweimal fuhr Dodd nach Wladiwostok hinüber und mußte, da der Amur noch nicht eisfrei war, den Seeweg wählen, um sich nach Iwan Basarow zu erkundigen. Allein die russischen Behörden zeigten ihm sehr wenig Entgegenkommen. Das einzige, was er in Erfahrung zu bringen vermochte, war, daß die Sträflingstransporte nach Sachalin über den Amur geleitet wurden.

Zu den Erzählungen Dodds über den Millionendieb lächelte man in Wladiwostok sehr skeptisch. Man neigte vielmehr ernstlich dazu, Bobby Dodd für den Komplicen Iwan Basarows zu halten, und hielt ihn schließlich auch wirklich dafür, als auf eine Anfrage von Dui der Bericht einlief, daß dieser Mann, der vorgab, ein amerikanischer Detektiv zu sein, mit der Frau des vermeintlichen Millionendiebes im besten Einvernehmen Tür an Tür wohnte.

Jetzt fand Dodd überhaupt nur taube Beamtenohren. Der amerikanische Konsul zuckte über seine Beschwerde mit den Achseln, da er ihm beim besten Willen nicht helfen konnte, und verwies ihn auf den inoffiziellen Weg der Bestechung.

Bobby Dodd holte sich aber erst für diese neuen, unerwarteten Ausgaben auf telegraphischem Wege die Erlaubnis seines Auftraggebers ein.