„Sie haben recht, Mr. Voß!“ bekannte Peter Voß und steckte den Revolver weg. „Ich bin ein Gemütsmensch. Ich tauge aus diesem Grunde eigentlich nicht zum Detektiv. Ich werde nicht schießen. Und Sie werden nicht über Bord springen. Das Baden im Hafen von Valparaiso ist polizeilich verboten, schon wegen der zahlreichen Haifische.“

Und schon tauchten zwei Matrosen auf. Die chilenische Hafenpolizei kam an Bord. Dodd wurde gefesselt. Das zerfeilte Fenstergitter bewies hinlänglich seine Schuld. Er sträubte sich nicht und beschränkte sich darauf, gegen diese Behandlung zu protestieren. Zwei Wachtleute packten ihn links und rechts.

„Zweitausend Dollar Belohnung sind ausgesetzt!“ sprach Peter Voß zu dem Hafenkommissar. „Ich werde dafür sorgen, daß sie Ihnen ausgehändigt werden. Geben Sie mir Ihre Adresse. Nur lassen Sie den Mann nicht entwischen.“

Dann öffnete er ihm die Augen über die Eigenarten und die außerordentliche Gefährlichkeit des Verbrechers. Peter Voß begleitete den Transport bis zum Gefängnis. Bobby Dodd verlangte fortgesetzt, zum amerikanischen Konsul geführt zu werden.

„Meine Verhaftung ist ein Justizirrtum!“ rief er an der Tür des Gefängnisses. „Ich bin Bobby Dodd, der Detektiv!“

„Jede Verhaftung ist in den Augen des Verhafteten ein Justizirrtum!“ beruhigte ihn Peter Voß sarkastisch und klopfte ihm höhnisch auf die Schulter. „Bemühen Sie sich nicht weiter, Mr. Voß, und erholen Sie sich in diesem behördlichen Hotel von den Strapazen der Seereise. Die Sache bei dem nordamerikanischen Konsul vermag ich auch ohne Ihre Hilfe zu ordnen.“

Das war zu viel für einen Mann wie Bobby Dodd. Er riß sich los, stürzte sich auf Peter Voß und würgte ihn.

„Du Hund!“ brüllte er außer sich. „Ich will dich zeichnen, daß dich jeder auf den ersten Blick wiedererkennt.“

Dabei griff er nach Peter Voßens linker Ohrmuschel in der festen Absicht, sie ihm abzureißen. Aber es glückte ihm nur zum Teil. Immerhin gab es einen sehr bösen Riß, und das Blut lief in Strömen. Bobby Dodd wurde von den beiden Polizisten energisch zurückgerissen und mußte auf weitere Tätlichkeiten verzichten. Man schaffte ihn in die sicherste Zelle des Gefängnisses, schloß ihn seiner Gefährlichkeit halber an die Wand und ließ ihn allein.

Peter Voß gab dem Gefängniswärter ein Goldstück.