„Pflegen Sie ihn gut!“ bat er den Mann. „Er ist nicht ganz normal. Er wird wohl eher im Irrenhause als im Zuchthause endigen.“
„Sie bluten, mein Herr!“ rief der Wärter und deutete auf das lädierte Ohr.
„Ich weiß!“ versetzte Peter Voß und wischte das Blut mit dem Taschentuch fort. „Mein Beruf ist ein wenig gefahrvoll. Man muß sich damit abfinden und es nicht zu ernst nehmen.“
Er ging zum Arzt und ließ sich verbinden. Dann konferierte er mit dem amerikanischen Konsul. Der wies ihn wegen der Auslieferungsverhandlungen an die Botschaft in Santiago und versprach, den Gefangenen unter Beobachtung zu halten.
„Daß Sie ihn besuchen, ist nicht nötig!“ beruhigte ihn Peter Voß. „Ich sorge schon für ihn.“
Peter Voß aber fuhr nicht nach Santiago. Er hatte gar keine Sehnsucht, die persönliche Bekanntschaft des Botschafters zu machen. Er fragte bei der Kosmosagentur, ob die sechstausend Mark für Franz Müller eingelaufen seien, und ließ sie zurückgehen. Dann begab er sich an Bord des „King Edward“, schenkte Kapitän Flintwell zum Andenken und zum Dank für seine Hilfe bei der Dingfestmachung des Verbrechers Dodds silberne Zigarettendose und ging mit Dodds Koffern von Bord. Polly war schon allein an Land gegangen und wartete auf ihn bei der Post.
Darauf zog er sich mit Polly in ein stilles Café zurück, um zu beraten, was weiter zu tun sei. Es kam alles auf die Kupferpapiere an. Peter Voß langte die Prensa vom Nagel und durchsuchte den Kurszettel.
„Hurra!“ rief er plötzlich und schwenkte das Riesenblatt wie eine Fahne. „Kupferhausse! Wahnsinnige Kupferhausse! Nach Hause! Schnell nach Hause!“
Als er mit Polly acht Wochen später über Buenos Aires und New Orleans auf der Union-Station in St. Louis eintraf, rannte er im Gewühl mit einem Mann zusammen, der eben mit einem Zuge aus San Francisco angekommen war. Es war Bobby Dodd, der sich inzwischen in Valparaiso auf legalem Wege die Freiheit zu verschaffen gewußt hatte und nun nach St. Louis zurückgekehrt war, um der Firma Stockes & Yarker den unausführbaren Auftrag zurückzugeben.
Er stutzte einen Augenblick, packte zu und brüllte: „Peter Voß!“