Jim Stockes lächelte über diese Drohung, gab nach und ging. Nach einer Stunde kehrte er ziemlich niedergeschlagen zurück.

„Haben Sie meine Frau nicht getroffen?“ fragte Peter Voß verwundert.

„O doch!“ antwortete Jim Stockes und tupfte sich den Schweiß von der Stirn. „Aber sie hatte für heute abend schon eine Einladung. Ich habe sie begleitet, aber es war eine Strapaze. Sie wollte mich verheiraten. Und Sie wissen doch, wie ich über diesen Punkt denke.“

„Stockes!“ sprach Peter Voß, trat auf ihn zu und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Sie sind ein eingefleischter Junggeselle. Und deshalb brauchen Sie Gesellschaft. Ich werde an meinen Onkel telegraphieren. Der langweilt sich da drüben in Strienau genau so schauderhaft wie Sie hier. Denn das werden Sie wohl gemerkt haben, im Geschäft kann nur einer herrschen. Sie haben genug geschafft, jetzt ruhen Sie sich aus. Sie kommen nur noch morgens eine Stunde her, um mir die nötigen Unterschriften zu liefern. Dann haben Sie den ganzen Tag frei. Bis mein Onkel da ist, können Sie sich die Zeit bei den Elevatoren vertreiben. Oder Sie fahren meinem Onkel bis nach New York entgegen. Er ist ein prächtiger Herr, der gut zu Ihnen passen wird. Auch für Ihren Klub bringe ich ihn in empfehlende Erinnerung. Daß Sie ihn aber unbeschädigt abliefern und ihn nicht gar zu arg unter Whisky setzen. Denn für eine Taufe braucht man zwei Paten.“

Jim Stockes streckte beide Hände aus, um auf diese unerwartete Nachricht hin zu gratulieren.

„Danke!“ lächelte Peter Voß vergnügt. „Es hat schwer genug gehalten. Wir haben beschlossen, es Jim Bobby zu taufen, wenn es ein Junge wird. Was ich übrigens so gut wie sicher glaube. Der Erbe der Firma Voß, Stockes & Yarker ist unterwegs. Und ich bin der Verantwortliche.“

Jim Stockes ging zu den Getreideelevatoren und hernach in den Klub, wo noch immer von nichts anderem gesprochen wurde als von den zwei Millionen, die nicht vorhanden gewesen waren und doch gestohlen werden konnten.

Am nächsten Morgen, als Stockes seine Unterschriften geliefert und sich empfohlen hatte, meldete sich Bobby Dodd bei der Firma Voß, Stockes & Yarker.

„Sie wollen gewiß Mr. Stockes sprechen?“ fragte Peter Voß und bot ihm einen Stuhl an.

Aber Bobby Dodd verneinte und rückte sofort mit seinem Anliegen heraus. Er wollte der Firma sein nicht unbeträchtliches Vermögen zwecks spekulativer Vermehrung anvertrauen. Außerdem gedachte er sich ein kleines Landgut mit Park und Villa zuzulegen, da er seinen Beruf ganz aufgeben wollte.