„Aha!“ lachte Peter Voß und bot ihm eine Zigarre an. „Ich habe Ihnen das Geschäft ein bißchen verleidet. Es ist eben leichter, einen Schuldigen zu greifen, als einen Unschuldigen, der nicht durch ein böses Gewissen beschwert ist.“

„Nein!“ erklärte Bobby Dodd einfach. „Ich möchte nicht wieder in die Lage kommen, einen Unschuldigen verfolgen zu müssen. Und das mit den Zeitungen hat mich auch stutzig gemacht. Ich bin vielleicht gar nicht der geniale Detektiv, für den mich die Leute ausposaunt haben.“

„Mr. Dodd!“ rief Voß begeistert und umarmte ihn. „Ich werde Ihr Vermögen in kurzer Zeit verdoppeln und verdreifachen. Sie sind ein Mensch, den man trotz seiner Schwächen liebhaben muß. Sie wollen sich zur Ruhe setzen und das Leben genießen. Dazu gehört eine Frau. Gehen Sie zu Mrs. Voß. Sie hat gestern den Versuch gemacht, Jim Stockes unter die Haube zu bringen. Aber es war ein Versuch am untauglichen Objekt. Gehen Sie ruhig zu ihr, wenn Sie auch kein gutes Gewissen haben. Sie hat Ihnen schon längst verziehen. Lassen Sie sich von ihr glücklich machen. Sie versteht das. Sie hat Routine darin. Bei Ihnen kommt natürlich nur das indirekte Verfahren in Betracht. Sie hat sicher was für Sie auf Lager. Sie hat eine ganze Reihe Freundinnen, die alle zum Anbeißen sind.“

„Im Ernst?“ fragte Dodd interessiert.

„Aber gewiß!“ lachte Peter Voß. „Im vollen Ernst. Sie hat ein Heiratsbureau. Jede Frau, die glücklich verheiratet ist, ist eine gewerbsmäßige Heiratsvermittlerin ohne Konzession. Gehen Sie hin und schütten Sie ihr das Herz aus. Es wäre wunderhübsch, wenn Sie eines von diesen patenten Mädels, die immer um sie herum sind, wegfischten. Denn sie fallen mir, offen gestanden, schon ein bißchen auf die Nerven. Ich denke es mir großartig, wenn wir den freundschaftlichen Verkehr, den wir dort drüben in Europa begonnen haben, weiter pflegen würden. Malen Sie sich das Bild aus. Wir sitzen Sonntag nachmittags da draußen irgendwo in Ihrem entzückenden Landhaus bei einer Ananasbowle und tauschen unsere Erinnerungen aus.“

Dodd malte sich das Bild aus und war einige Wochen später auf dem besten Wege, es in die Wirklichkeit zu verwandeln.

Dann kam Landgerichtsrat Pätsch an und ging mit Jim Stockes zu den Elevatoren.

Und so waren sie alle zufriedengestellt.

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