„Hier kann ja einer seekrank werden!“ bemerkte der Bootsmann und wollte aussteigen.

Mit einem Wort: sie amüsierten sich großartig. Aus einem überfüllten Tanzlokal wurden sie zusammen an die Luft gesetzt und fanden sich im Sande wieder.

„Ganz wie in St. Pauli!“ rief der Bootsmann vergnügt und steuerte der nächsten Bar zu, um einige Drinks zum besten zu geben.

Peter Voß verlor bei alledem nicht sein Ziel aus den Augen und lotste den Bootsmann endlich in eine kleine, gemütliche Bierkneipe. Peter Voß setzte sich mit dem Rücken gegen die Wand, und der brave Bootsmann pflanzte sich mit seiner ganzen gewichtigen Breitseite ihm gegenüber auf. Sie tranken Brüderschaft, ohne sich nach ihren Namen gefragt zu haben, was Peter Voß nur angenehm war. Denn er hätte sich einem so wackeren Bootsmann gegenüber nicht gern einen falschen Namen beigelegt.

Plötzlich kam der Bootsmann steif in die Höhe und schaute mit weit geöffneten Augen geradeaus auf die Wand. Da hatte eben der Kellner ein grellgelbes Plakat hingehängt mit einer Photographie in der Mitte. Peter Voß konnte es nicht sehen, weil er ihm den Rücken zukehrte.

„Was!“ rief der Bootsmann verblüfft. „Peter Voß hat zwei Millionen Dollar gestohlen? Das ist nicht wahr!“

Peter Voß drehte sich um: da hing sein Steckbrief! Aber noch ohne den berichtigenden roten Zettel.

„Kennst du ihn denn?“ fragte er überrascht.

„Kennen!“ schrie Michel Mohr wütend. „Das ist mein allerbester Freund, den ich überhaupt habe. Mit dem bin ich Schiffsjunge gewesen auf einer französischen Bark. Und wir haben zusammen den ersten Steuermann vertrimmt.“

Und da erkannte Peter Voß seinen alten Freund Michel Mohr. Und sein Herz machte einen Freudensprung. Die heimliche Sympathie, die ihn zu dem Bootsmann gezogen hatte, war also doch tiefer begründet gewesen. Michel Mohr hatte sich total verändert. Er hatte sich ein schönes Bootsmannsbäuchlein und ein sehr würdiges Aussehen angeschafft.