„Das Schiff darf nicht eher den Hafen verlassen, bis der Verbrecher gefunden ist!“ sprach er zum Kapitän.

Well!“ sagte der kaltblütig. „Jede Minute kostet hundert Dollar. Wir brauchen nur noch die Leinen loszuwerfen.“

In diesem Augenblick fand Michel Mohr den Missetäter im untersten Raum, friedlich schlafend auf zwei Wollsäcken. Er sah auf den ersten Blick, daß es nicht Peter Voß war.

„Ich hab ihn!“ brüllte er und hielt ihn fest.

Der Mann schlug um sich wie ein Verzweifelter, sträubte sich heftig und boxte, als sei er ganz von Sinnen. Aber Michel Mohrs Fäuste waren wie von Eisen. Die Polizisten sprangen auf sein Geschrei herbei, doch erst nach langer Gegenwehr konnten sie den Rasenden überwältigen. Er wurde gefesselt. Nun brüllte er, als ob er gespießt werden sollte. Darum mußte man ihn knebeln. Sechs Polizeifäuste griffen zu, hoben ihn hoch und im Hui!, die „Pennsylvania“ hatte sich schon vom Kai gelöst, ging’s über das Fallreep auf den kleinen Polizeidampfer hinunter.

Michel Mohr schaute über die Reling und lachte sich heimlich ins Fäustchen. Peter Voß war noch an Bord.

Jungedi! dachte der Bootsmann. Der Kerl hat sich so verkrochen, daß ich ihn nicht einmal finden kann, und das will doch allerhand besagen!

„Sam! Sam!“ schrie da plötzlich eine Stimme aus der untersten Bullaugenreihe.

Es war Frank Murrel, der voll Entsetzen zu sehen glaubte, wie man ihm seinen guten Freund und Kollegen Sam Fletcher entführte.

„Sam?“ fragte sein Nachbar, der den Kopf durch das zweitnächste Rundloch streckte, denn die Nebenkabine war unbesetzt. „Sam heißt der nicht. Das ist Peter Voß aus St. Louis, der Millionendieb.“