„Da bin ich aber sehr neugierig!“ sagte Sam Fletcher und steckte die Fäuste in die Hosentaschen.
„Halten Sie ihn fest, ich werde seine Frau holen!“ rief Dodd dem Polizeioberst zu und sprang hinaus.
Sam Fletcher schickte ihm ein schallendes Gelächter nach und hob die geballte Faust gegen Moritz Pietje.
In demselben Augenblick, als Pollys Empörung über Dodds offenbaren Wortbruch ihren Höhepunkt erreicht hatte, trat er in den Salon, der zwischen ihren Zimmern lag.
„Sie haben infam gehandelt!“ rief sie ihm entgegen. „Sie haben die Sache der Polizei übergeben, obschon Sie mir versprochen haben, es nicht zu tun. Sie sind kein Gentleman.“
„Sie haben den Steckbrief gesehen!“ rief er bestürzt. „Nun gut, ich gestehe meine Schuld ein. Ich sah keinen anderen Ausweg, es geschah zu seinem Besten.“
„Nein!“ rief sie und brach in Tränen aus. „Sie wollen ihn vernichten. Aber ich werde es zu verhindern wissen.“
Und dabei trat sie mit dem Fuße auf wie ein trotziges Kind. Was er auch vorbrachte, sich zu entschuldigen, nichts verschlug bei ihrem Eigensinn.
„Mrs. Voß!“ sagte er endlich. „Sie müssen mir vertrauen. Das ist die erste Bedingung, sonst arbeiten wir gegeneinander.“
„Das werde ich tun!“ stieß sie triumphierend heraus. „Ganz bewußt werde ich gegen Sie arbeiten, denn Sie wollen ihn ins Unglück stürzen. Sie halten ihn für einen Verbrecher. Sie denken gar nicht daran, daß er krank ist. Das haben Sie mir nur eingeredet, um mich hierher zu locken. Ich habe Ihr Spiel durchschaut, Mr. Dodd, und verweigere Ihnen die Gefolgschaft. Ich werde ihn auf eigene Faust suchen und nach St. Louis zurückbringen.“