Die Passagiere schrien und stoben auseinander wie ein Schwarm Tauben, unter die der Habicht gefahren ist. Sie tobten aufgeregt durcheinander. Aus dem Rauchzimmer stürzte der Obersteward. Man schrie nach dem Kapitän.
Nur die Ruhe kann es machen! dachte Peter Voß und fixierte seinen Doppelgänger.
„Verhaften Sie diesen Menschen!“ sagte er dann kaltblütig zu dem Obersteward. „Er ist der Millionendieb Peter Voß aus St. Louis.“
„Schurke!“ schrie der andere. „Du bist es selbst!“
„Das ist also der Dank!“ brüllte ihn Peter Voß in der ehrlichen Entrüstung eines enttäuschten Wohltäters an. „Sie kriechen in meinen Koffer, zerbrechen mir meine kostbaren Glassachen, und ich habe trotzdem Mitleid mit Ihnen und verberge Sie in meiner Kabine. Und nun besitzen Sie die Kühnheit, mir den Kleiderschrank zu beräubern und hier herauf zu kommen und diese nichtswürdige Komödie zu spielen. Auch ein Millionendieb muß Ehre im Leibe haben.“
Ueber diese Unverschämtheit stand der echte Murrel wie entgeistert da.
Nun erschien Kapitän Siems. Er beschaute sich erst den echten, dann den falschen Murrel und schüttelte dann den Kopf. So etwas war ihm denn doch noch nicht vorgekommen!
„Hier sind meine Papiere!“ schrie der echte Murrel mit wutbebender Stimme und riß ein paar Blätter aus seiner Brusttasche.
„Ha!“ schrie Peter Voß mit noch wutbebenderer Stimme, stürzte sich schnell auf ihn und entriß ihm die Papiere. „Also auch die hast du mir gestohlen. Da schlag doch ein Kreuzhimmeldonnerwetter drein.“
„Kommen Sie mal beide mit!“ sagte der Kapitän und ließ sie voran aufs Bootsdeck steigen. „Das wollen wir geschwind heraus haben. Geben Sie mal die Papiere her.“