„Ich denke mir, er wird an Land geschwommen sein!“ meinte der Bootsmann im Tone des biederen Seemanns. „Bei Cowsand sind wir dicht unter der Küste längs gekommen. Aber das ist schon gut sechs Stunden her.“
Die „Pennsylvania“ war unterdessen von der Gesundheitspolizei freigegeben worden und Polly eilte an Deck. Sie lief Dodd fast in die Arme.
„Wo ist er?“ rief sie außer sich vor Aufregung.
„Ueber Bord gegangen,“ sagte Dodd zerknirscht.
„Er ist ertrunken!“ schrie sie und sank in Ohnmacht.
Dodd bettete sie mit Hilfe des Oberstewards in einen langen Stuhl. Dann flößte er ihr etwas Tee ein, worauf sie wieder zu sich kam.
„Mrs. Voß!“ flehte er sie an. „Sie befinden sich im Irrtum. Er ist dicht unter der Küste über Bord gesprungen und jedenfalls an Land geschwommen. Ein Millionendefraudant begeht keinen Selbstmord.“
„Aber er ist doch geisteskrank!“ stöhnte sie matt.
„Gewiß, gewiß!“ beeilte er sich ihr zu versichern. „Er hat eine Manie, und zwar die Manie, die entwendeten Millionen vor uns in Sicherheit bringen zu wollen. Nur Geduld, wir werden ihn schon fassen.“
Dann nahm er sich Frank Murrel vor, um ein genaues Signalement des Flüchtlings festzustellen, und schickte einen neuen Steckbrief in die Presse und an die Zeitungen, diesmal aber ohne Photographie. Frank Murrel machte ihn auch darauf aufmerksam, daß die Millionen auf der Bank von England lägen. Auf einem Polizeidampfer, den man ihm bereitwilligst zur Verfügung stellte, fuhr Dodd mit Polly nach Cowsand hinaus.