„Der Millionendieb ist über Bord gegangen!“ sagte er. „Das Bullauge stand offen, und das Schloß ist unversehrt.“
„Himmelbombenelement!“ fluchte der erste Offizier überrascht.
„Ja!“ meinte Michel Mohr. „Es gibt solche Leute, die ersaufen lieber, als daß sie ins Zuchthaus wandern.“
Der Kapitän wurde geweckt und gefragt, ob man ein Boot aussetzen solle.
„Ach was, laß ihn laufen!“ knurrte er und legte sich auf die andere Seite. „Da haben wir wenigstens keine Scherereien.“
Um sechs Uhr morgens ging die „Pennsylvania“ hafenein, nachdem sie draußen drei Stunden vor Anker gelegen hatte. Sie hatte in Plymouth nur dreiviertel Stunden Aufenthalt.
Dodd war schon am Tage vorher mit Polly in Plymouth eingetroffen, nachdem ihn die amerikanische Gesandtschaft in London legitimiert hatte. Die Plymouther Polizeibehörde unterstützte ihn nach Kräften. Noch in der Nacht wurde ihm das letzte Telegramm von der „Pennsylvania“ ins Hotel gebracht. Er ließ es für Polly offen auf dem Tische liegen und erschien gleich mit dem Zollboot an Bord der „Pennsylvania“.
Kapitän Siems zuckte nur die runden Schultern und wies auf Michel Mohr, der Dodd in die Isolierzelle auf dem Achterdeck führte.
„Da hat er drin gesessen!“ sagte er treuherzig. „Hier liegt noch seine Jacke.“
Dodd durchstöberte die Jacke und die Zelle, ohne den geringsten Anhaltspunkt zu entdecken. Nun nahm er Michel Mohr ins Verhör.