Die „Pennsylvania“ hatte durch den Sturm eine solche Verspätung erlitten, daß der Kapitän nicht mehr hoffen konnte, vor Mitternacht den Hafen zu erreichen. Er befahl deshalb, die Maschine auf halbe Kraft zu setzen und ließ nach Plymouth telegraphieren, daß der Millionendieb gefangen sei.
Es war Mitternacht, als der Dampfer ziemlich dicht bei Cowsand vorbeischob.
Um diese Zeit versicherte sich Michel Mohr, daß niemand auf dem Achterdeck war, öffnete die Isolierzelle und schlüpfte hinein.
„Du mußt über Bord!“ flüsterte er Peter Voß zu. „Es ist höchstens eine Seemeile bis hinüber. Schwimmen kannst du ja.“
Damit öffnete er das Bullauge, das mehr als groß genug war, Peter Vossens geschmeidigen Körper durchzulassen. Er drückte Michel Mohr dankbar die Hand und warf den Rock ab. Durch die nächtige Dunkelheit schimmerte in geringer Entfernung an Backbord die Küste.
„Schlecht abkommen!“ meinte er, nachdem er den Kopf durch das Bullauge gesteckt hatte. „Laß mich lieber an Deck!“
„Aber du mußt über Bord springen!“ machte sich Michel Mohr aus.
„Verlaß dich drauf, ich bin gewohnt, große Sprünge zu machen!“ versicherte Peter Voß und holte aus der Tasche seiner Jacke seine Brieftasche. „Hier ist mein Geld. Mach ein Paket daraus und leg es bei der Agentur in Plymouth nieder; wenn die Luft rein ist, hol ich es mir ab.“
Dann flitzte er in elegantem Hechtsprung über die Backbordreling.
Michel Mohr steckte die Brieftasche ein und ging auf die Brücke.