Nachdem er Polly in Brighton einen kurzen Besuch abgestattet und sie bedeutend wohler angetroffen hatte, ging er mit dem Wochenschiff von Southampton nach St. Malo hinüber. Es galt jetzt festzustellen, wo das Schiff seine Ladung losgeworden war.

St. Malo, als sehr belebter Hafen, kam gar nicht in Frage. Dodd wandte sich sofort den normanischen Küstendörfern zu. Aber ihre dickköpfigen Bewohner hüteten sich wohl, ihm ihre heimlichen Geschäfte auf die Nase zu binden. Die „Queen“ blieb ebenso spurlos verschwunden wie Peter Voß.

Unverrichteter Sache kam Dodd nach Falmouth zurück. Und nun war ihm das Glück hold, denn der Schiffsjunge der „Queen“ war inzwischen zurückgekehrt.

Dodd verhörte ihn mit Hilfe der Polizei. Der Junge behauptete, um nicht gestehen zu müssen, daß er im Gefängnis gesessen habe, das Schiff sei im Kanal irgendwo untergegangen, und er hätte sich durch Schwimmen gerettet. Bald darauf war der Junge verschwunden. Er war mit einem Kohlendampfer nach Südamerika in See gegangen. Und Dodd hatte das Nachsehen.

Er blieb vorläufig in Falmouth und wartete, denn an den Untergang der „Queen“ glaubte er nicht.

Hin und wieder fuhr er nach Brighton, um sich nach Pollys Befinden zu erkundigen. Ihr Zustand besserte sich zusehends. Das schöne Klima des Seebades und die gute Gesellschaft, die Polly als Amerikanerin wohl zu schätzen wußte, taten ihr wohl. Sie konnte jetzt sogar schon an Peter Voß denken, ohne daß ihr gleich die Tränen in die Augen traten.

Dodd erschien niemals, ohne ihr eine Aufmerksamkeit zu erweisen. Sie erkannte, daß er wirklich ein Gentleman war.

Als er zum fünften Male nach Falmouth kam, wurde seine Zähigkeit belohnt. Denn jetzt war der Matrose der „Queen“ zurückgekehrt.

Diesmal verzichtete Dodd auf die Polizei, schlüpfte in seinen Schifferanzug, setzte sich mit dem Mann an den Tisch und bezahlte für ihn eine Flasche Whisky.

Da kam es denn heraus, wie Peter Voß aufgefischt und als Schmuggler mitverhaftet worden war.