So nahm Peter Voß die Verfolgung seines Verfolgers auf, ohne es zu wissen, daß es sein Verfolger war. Immer zehn Meter hinter der Droschke, die im gemächlichen Tempo dahinrollte, schnurrte das elektrische Auto.

Peter Voß ließ das Gefährt nicht aus den Augen. Doch so sehr er sich auch anstrengte, er konnte nichts Ordnungswidriges erkennen. Der Mann, offenbar ein Amerikaner, markierte den Gentleman, und Polly lehnte ziemlich erschöpft in den Polstern, schwieg und ließ sich von ihrem Begleiter die schöne Aussicht erklären.

Es ging um die ganze Außenalster herum. Nach einer knappen Stunde hielt die Droschke vor dem Esplanade-Hotel. Der Mann stieg aus und bot Polly den Arm, den sie auch, nach kurzem Zögern, annahm.

„Gott verdamm mich nochmal!“ knirschte Peter Voß wütend und stieg gleichfalls aus. „Da hört denn doch die Gemütlichkeit auf!“

Der Portier kam heran und zog die Mütze. Schon wollte sich Peter Voß nach dem Namen des Entführers seiner Frau erkundigen, da stutzte er plötzlich. Es gab einen anderen Weg der Verständigung.

„Einen Augenblick, ich komme wieder!“ sagte er zu dem Portier und befahl dem Führer des Automobils, nach den Landungsbrücken zu fahren.

Der Portier trat grüßend zurück.

Am Holstenplatz gab Peter Voß Gegenorder und stieg am Jungfernstieg aus. Hier spazierte er ein wenig auf und ab und verschwand schließlich in dem kleinen, dunkelgrünen Pavillon des öffentlichen Fernsprechautomaten, der dort stand.

„Kling, kling!“ machten die beiden Nickel. Die Verbindung mit der Hotelzentrale war geschwind hergestellt.

„Ich möchte mit Mrs. Voß aus St. Louis sprechen.“