„Himmelhund, ich erwürge dich!“
„Allright, kommen Sie nur ins Esplanade-Hotel, Zimmer 23.“
„Sie werden meine Frau unverzüglich nach St. Louis zurückschicken.“
„Ich denke nicht daran!“ gab Dodd zurück. „Mrs. Voß versteht einen Gentleman von einem Millionendefraudanten schon sehr gut zu unterscheiden. Ich werde es ihr auch bald begreiflich gemacht haben, daß sie sich auf jeden Fall von Ihnen scheiden lassen muß! Well, das tue ich, schon aus wahrer Menschlichkeit. Ich werde sie dann selbst heiraten.“
Jetzt war’s mit Peter Voßens Selbstbeherrschung vorbei. Er wußte wirklich nicht mehr, was er sprach.
„Ich habe ja gar keine Millionen gestohlen!“ brüllte er.
„Das wollen Sie mir doch nicht vorreden!“ versetzte Dodd kühl. „Eine so faule Ausrede hätte ich Ihnen nicht zugetraut. Wenn Sie mir die zwei Millionen ausliefern, erhalten Sie Ihre Frau zurück, sonst nicht!“
Peter Voß spie sämtliche Schimpfwörter, die ihm zur Verfügung standen, deutsche und englische, in das Telephon hinein, hängte den Hörer an und verließ fluchtartig die Telephonzelle. Auf dem Rathausmarkt bestieg er die Straßenbahn nach St. Pauli und wechselte unterwegs dreimal den Wagen, um keine Spur zu hinterlassen.
Fünf Minuten später sauste Bobby Dodd den Jungfernstieg herunter, hielt vor dem kleinen, dunkelgrünen Pavillon, in dem sich die öffentliche Fernsprechstelle befand, und schaute hinein. Er hatte beim Amt die Nummer erfragt, von der aus er angeläutet worden war, und bei der Auskunft den Standort des Apparates. Die Zelle war leer. Dodd machte trotzdem ein höchst befriedigtes Gesicht. Peter Voß hatte angebissen, er zappelte wie ein Fisch an der Angel. Die Droschkenkutscher, die bei dem Pavillon standen, hatten allerdings niemanden bemerkt.
Dodd sauste ins Hotel zurück und forschte den Portier aus. Dem war natürlich der Mann mit den grauen Bartkoteletten aufgefallen. Dodd stellte das neue Signalement fest und sprang zu Polly hinauf, die in dem Salon auf dem Diwan lag. Sie war ziemlich abgespannt.