„Er ist hier!“ rief er freudig. „Er hat mich soeben antelephoniert.“

„Ah!“ rief sie außer sich. „Sie haben ihn gesprochen? Wird er das Geld herausgeben?“

„So weit sind wir noch nicht!“ versetzte er. „Er hat das Gespräch leider vorzeitig abgebrochen. Begeben Sie sich sofort zum Alsterpavillon und setzen Sie sich dort auf die Terrasse dicht an der Brüstung, damit er Sie sieht. Er hält sich sicher dort in der Nähe auf.“

„Und was soll ich tun, wenn er kommt?“ fragte sie ganz aufgeregt.

„Am Nebentisch wird ein Kriminalbeamter in Zivil sitzen!“ beruhigte er sie. „Ich werde das sofort veranlassen.“

„Nein, nein!“ rief sie und rang die Hände. „Nicht verhaften lassen.“

„Nur keine Angst!“ tröstete er sie. „Ich lasse ihn nur beobachten. Von dem Beamten brauchen Sie nicht die geringste Notiz zu nehmen. Er wird Sie in Ihrem Gespräch mit Ihrem Manne nicht stören. Nur wenn Mr. Voß in seiner Unzurechnungsfähigkeit einen Angriff auf Sie unternehmen sollte, wird der Mann natürlich zu Ihrem Schutze da sein. Ich fahre jetzt zur Polizeioffice. Sobald der Beamte an seinem Platze ist, werde ich es Ihnen telephonieren.“

Polly befand sich in einer unbeschreiblichen Aufregung. Während sie in ihr Zimmer lief, um Toilette zu machen, ging Dodd hinunter und erteilte dem Portier die nötigen Weisungen.

„Der Mann wird wahrscheinlich wiederkommen! Ich vermute, daß er nur auf mein Weggehen wartet, um wieder aufzutauchen. Sollte er nach Mrs. Voß aus St. Louis fragen, so sagen Sie ihm, sie wäre zum Alsterpavillon gegangen. Nimmt er einen anderen Weg, schicken Sie ihm einen Ihrer Boys nach, um festzustellen, wo er logiert.“

Der Portier griff an die Mütze, und Dodd begab sich aufs Polizeipräsidium. Bereitwillig ging man hier auf seine Vorschläge ein und stellte ihm einen weltgewandten Kriminalbeamten zur Verfügung. Gleichzeitig wurde das Signalement des Millionendiebes an alle Polizeistationen gegeben. Nachdem Dodd an Polly ins Hotel telephoniert hatte, begann er die alten Register zu durchforschen, um festzustellen, zu welchen Leuten Peter Voß früher hier in Hamburg Beziehungen unterhalten hatte. Das war eine langwierige Arbeit. Aber er konnte den Zeitverlust verschmerzen, da er seine Wachen vorzüglich instruiert und auf die besten Plätze gestellt hatte.