Fußnoten:

[1] Bei Weimar.

[2] Bei Erfurt.

[3] Hinter Erfurt.

[4] Bei Gotha.

[5] Nachdem ich fest entschlossen war, die Reise nach Amerika ohne Familie zu unternehmen, so war dabei sogleich festgestellt, mich nur auf die allernothwendigsten Ausgaben zu beschränken, um in pekuniärer Hinsicht so wenig als möglich zu opfern und dabei zu beweisen, daß der Mensch alles kann, wenn der gute Wille nicht fehlt. Ich theilte daher sogleich vom Anfang der Reise an, die Lebensweise meiner, zum Theil armen Gefährten, unter denen sich einige befanden, deren weniges Vermögen mir zur Bestreitung der Reisekosten anvertraut worden war; schlief mit ihnen auf der Streu, lebte eben so dürftig wie sie, aß Mittags nie warm, sondern erst Abends, in Gemeinschaft der ganzen Gesellschaft. Hierdurch wurde es möglich, daß erwachsene Personen täglich mit 6 gr. Cour. auslangten, und daß Familien pro Kopf 4 gr. Cour. bedurften. Als Fracht für den Zentner Effekten wurde von Weimar bis Bremen 1 thlr. 6 gr. berechnet, und um bei gutem Wege fahren zu können, zahlten außerdem die Erwachsenen 2 thlr. pro Kopf, Kinder die Hälfte.

[6] Bis weit vor die Stadt schicken die Herren Wirthe, welche Auswanderer beherbergen, diese Makler entgegen, wovon Jeder die billigste Bewirthung und das solideste Haus offerirt. Die Wahrheit solcher Anweisungen lernt man erst während des Aufenthalts kennen. Ich kann aber Auswanderern, welche ein billiges Unterkommen suchen und keine großen Ansprüche machen, den Schneidermeister Achelpohl empfehlen, wo man gut aufgehoben ist.

[7] Für Kost und Logis mit einem Bett à Person 10 gr. Cour. täglich. Bei gemeinschaftlichen Schlafen auf der Streue im großen Saale, 8 gr. Cour.

[8] Friedr. Jos. Schlevogt aus Oettern bei Weimar, lebt jetzt glücklich in Baltimore und ist Besitzer einer Basket-Faktory (Korbmacherei).