New-York im August 1839.

Die Seereise.

Ich rief zum Herrn in meiner Noth:

Ach Gott, vernimm mein Schreien!

Da half mein Helfer mir vom Tod,

Und ließ mir Trost gedeihen.

D’rum dank’ o Gott, d’rum dank’ ich dir!

Ach danket, danket Gott mit mir,

Gebt unserm Gott die Ehre!

Wie könnte ich wohl meinen Bericht aus weiter Ferne besser beginnen, als zuerst dem zu danken, der mich gnädig vom nahen Tode errettete und, gleichsam neu geboren, in eine andere Welt versetzt hat. Was muß der Mensch nicht erdulden, was kann er nicht abhalten, wenn er mit gutem Gewissen auf seinen Berufswegen wandelt und seinem Gott vertraut. Vieles habe ich auf diesem Wege erfahren müssen, denn das Schiffsleben ist ein ganz anderes, als das auf dem Lande. Man muß sich hier an so Manches gewöhnen und so Vieles entbehren, was man in seinem häuslichen Geschäftsleben für unmöglich halten würde. Um wie viel beschwerlicher ist aber eine solche Seereise für Eltern, die beängstigt um die Ihrigen, auf sich selbst weniger Rücksicht nehmen können, und so Tag und Nacht der Ruhe entbehren; möchte daher jede auswanderungslustige Familie, welche diese Briefe liest, den Inhalt beachten und entweder ihr Vorhaben ganz aufgeben, oder solches doch möglichst erträglich zu machen suchen, da Viele erst auf dem Schiffe, und zwar zu spät für diese Reise, erfahren, was dazu zweckdienlich gewesen wäre[22].