waz ob mir mîn sanc daz lîhte noch erwirbet,

swâ man mînen kumber sagt ze mære[188],

daz man mir erbünne[189] mîner swære[190]?


WALTHER VON DER VOGELWEIDE.

[Scherer D. 197, E. 189.]

Aus ritterlichem Geschlecht, aber arm; vermuthlich in Österreich geboren. Lebte viel auf Reisen. Seine Jugend verbrachte er am babenbergischen Hofe zu Wien, den er nach dem Tode seines Gönners Herzog Friedrich 1198 verliess, aber später noch wiederholentlich besuchte. Er unterhielt Beziehungen zu Philipp von Schwaben, Hermann von Thüringen, Otto IV., Friedrich II. Von letzterem erhielt er ein Lehen. Er starb nach 1227 zu Würzburg. Herausgegeben von Lachmann (Berlin 1827, fünfte Ausg. 1875); Wackernagel und Rieger (Giessen 1862); Pfeiffer (Leipzig 1864, sechste Aufl. 1880); Wilmanns (Halle 1869, 1883); Simrock (Bonn 1870); Paul (Halle 1882). Übersetzt von Simrock (Berlin 1833, sechste Aufl. Leipzig 1876); Koch; Weiske; Pannier.

1.
TANZLIED.

‘Nemt, frowe, disen kranz:’

alsô sprach ich zeiner wol getânen maget: