DER MARNER.

[Scherer D. 217, E. 209.]

Ein bürgerlicher Fahrender, Schüler Walthers von der Vogelweide. Er wirkte vierzig oder fünfzig Jahre bis gegen 1270, verfasste deutsche und lateinische Gedichte und wurde nach einem Spruche Rumelants als blinder, gebrechlicher Greis ermordet. Herausgegeben von Strauch (Strassburg 1876).

Sing ich dien liuten mîniu liet,

sô wil der êrste daz

wie Dieterîch von Berne schiet,

der ander, wâ künc Ruother saz,

der dritte wil der Riuzen sturm, sô wil der vierde Ekhartes nôt,

der fünfte wen Kriemhilt verriet,